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| Radsport:
(Frankfurter Radsportclub 90 e.V.) |
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Oben angeklopft
Fünf Juniorenfahrer dürfen mit zur Straßen- Weltmeisterschaft nach Italien fahren. Nachdem sich Bundestrainer Patrick Moster die Strecke dort angesehen hat, stand für ihn fest nur reine Bergfahrer mitzunehmen. Allerdings wollte er auch einen Startplatz an einen spurtstarken Athleten vergeben, der aber dennoch ein hohes Tempo in den Anstiegen mitgehen kann. Zu dieser Sorte Fahrer gehört Enrico Prix vom FRC 90.
Anhand des Abschneidens bei der Internationalen Münsterland-Tour, die am vergangenen Wochenende stattfand, wollte der Bundestrainer sein endgültiges Aufgebot benennen. Vier der fünf Plätze waren faktisch schon vergeben, jetzt ging es nur noch um Nummer Fünf.
Mit dem Thüringer Marcel Barth hatte Enrico Prix einen direkten Konkurrenten, der ohne Zweifel zu den derzeit weltbesten Juniorenfahrern gehört. Zwischen diesen beiden sollte die Entscheidung fallen
Enrico Prix holte sich nach der ersten Etappe das Bergtrikot und auch bei der dritten, letzten und alles entscheidenden Etappe, einem schweren Straßenrennen fuhr er ein beherztes Rennen und gab sich keine Blöße. Doch es gab einen Fahrer, der düpierte die gesamte Konkurrenz und kam mit zwei Minuten Vorsprung ins Ziel. Es war Marcel Barth der sich damit auch den Gesamtsieg sicherte. Der Geraer ist bereits in diesem Jahr Weltmeister in Punktefahren auf der Bahn geworden und darf nun auch zur Straßen- WM fahren. Schade für Enrico Prix, doch dieser kann trotz allem mit dieser Saison mehr als zufrieden sein. Nachdem der Oderstädter in den Schüler- und Jugendaltersklassen einer der erfolgreichsten Nachwuchsradsportler überhaupt war, verschwand er im vergangenen Jahr, seinem ersten bei den Junioren, in der grauen Masse des Feldes. 2004 gelang ihm die „Wiederauferstehung.“ Für diesen großen Sprung nach Vorne bekam er auch vom Bundestrainer viel Lob. Um von diesem überhaupt wieder beachtet zu werden, musste sich Enrico Prix gleich von Beginn an der Saison zeigen und mit überdurchschnittlichen Leistungen glänzen, was ihm auch eindrucksvoll gelang. Das weiß auch FRC- Trainer Frank Augustin und würdigt seinen Schützling: „Natürlich ist es schade, das Enrico seine tolle Saison nicht mit der WM- Teilnahme krönen kann, doch er hat sich in bewundernswerter Manier wieder nach vorne gekämpft und gehört jetzt zu den sechs besten Deutschen Fahrern. Wir haben oben angeklopft, das ist das Entscheidende.“
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Autor: chku
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Artikel
vom 24.09.2004, 19:25 Uhr
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